targi optyczne w berlinie

Innovative optische Fachmesse – Copenhagen spec in Berlin

In den letzten Jahren ist der Kalender der optischen Veranstaltungen in Europa und der ganzen Welt rasant gewachsen, und die Veranstaltungen selbst haben an Größe und Dynamik gewonnen und ziehen immer mehr Aussteller und Besucher an.


Silmo (Paris) und Mido (Mailand) sind zu optischen Top-Events auf der Europakarte geworden. Die Messen in zwei Hauptstädten für Mode und Kunst, also keine zufälligen Orte für das Kreieren von Trends in der Brillenoptik.

Gemütlich und ohne Zeitdruck

Darüber hinaus gibt es auch interessante Veranstaltungen im kleineren Rahmen, die Menschen aus der optischen Industrie mit einer gemütlichen Atmosphäre und der Möglichkeit, Geschäftsbeziehungen zu bekannten wie auch Nischen- und oft innovativen Brillenherstellern aufzubauen, anziehen.

Berlin wählte für diese Veranstaltung einen historischen Ort – das alte Busdepot –  die sog. Arena Halle, in der Dutzende europäischer Unternehmen der optischen Industrie untergebracht wurden.

Ich kam nach Berlin als begeisterter Brillenliebhaber mit purer Neugierde, offenem Kopf, der Bereitschaft, neue Kontakte zu knüpfen und interessante Fakten aus der Branche zu beschreiben.

Ich muss zugeben, dass ich mich nicht an eine optische Messe erinnere, wo ich mich ruhig an fast jeden Aussteller wenden, mich hinsetzen, reden und Produktfotos machen konnte. Eine freundliche, familiäre Atmosphäre ließ mich interessante Gespräche führen und nette und (darauf hoffe ich) wertvolle Geschäftsbeziehungen aufbauen.

Die Copenhagen Spec, wie die Veranstaltung genannt wurde, sammelte Aussteller überwiegend aus Deutschland, Italien, Dänemark und Frankreich. Mit fast jedem von ihnen wechselte ich ein paar Worte, aber es gab auch Firmenstände, die mich mit einem visionären und künstlerischen Ansatz bei der Gestaltung von Brillen anzogen.

Vinylize – Brillen-AC/DC

Einer der Aussteller, bei dem ich etwas mehr Zeit verbrachte (der übrigens bereits vor einigen Monaten meine Aufmerksamkeit in Social Media weckte), war der ungarische (ja-ungarische – ich habe mich nicht geirrt) Hersteller Vinylize, der mit seinen Produkten eine unkonventionelle und sogar unwahrscheinliche Kombination aus Optik und…. Musik schuf. Wie der Name schon sagt, verwendet er Vinylplatten als Hauptmaterial für die Herstellung von Brillen (!). Das sind nicht nur irgendwelche Platten. Stell dir vor, dass die Brille, die du trägt, (wörtlich) Soundtracks von Hits wie „Thunderstrick” oder „Highway to Hell” enthält.

Vinylize ist Brillen-AC/DC in purer Form! Nicht genug davon – die Brillen dieses ungarischen Herstellers behaupten sich mit einer hochqualitativen Verarbeitung. Und noch eine Sache. Ihr denkt wahrscheinlich, dass der Hersteller „aufs Ganze ging” und konsequent (Hand in Hand mit schwerer Musik) eine unbequeme, massive und schwere Linie von Brillenfassungen kreierte. Nichts von dem! Ich habe auf  meiner eigenen Haut (speziell der Nase) getestet. Es sind äußerst bequeme und komfortable Brillenfassungen. Vinylize sind Brillenkunstwerke, die aus Leidenschaft und Herz für Brillen und Musik entstanden sind. Good job!

Vinylize Brillen

Deutsche Qualität von Mykita

Ein weiterer Aussteller, bei dem es (für mich als einen Menschen aus der optischen Industrie) eine Sünde wäre, ihn nicht zu kennen, und umso mehr zu ignorieren, ist das Berliner Familienunternehmen Mykita. Meiner Meinung nach eine der führenden (wenn nicht sogar die Nummer 1) unter den deutschen Brillenfassungen. Exzellentes Design, mutige Stilistik, kunstvolle Ausführung, tolle Materialien aus den Händen eines talentierten Designerteams der Kreuzberger Manufaktur. Weltklasse. Chapeau bas!

Eine Lederbrille made in France

Die Idee der Copenhagen Spec war es auch, Hersteller zu zeigen, die ungewöhnliche Materialien und Lösungen in der Brillenherstellung verwenden. Man wollte sogar den Stand von Lucas de Stael, einem Pariser Hersteller von Brillenfassungen aus verschiedenen Lederarten, nicht verlassen. Materialien wie Rochen- (ich hoffe, ich habe Bouba Sidibe  – einen netten Kerl und Vertreter dieser Marke – gut verstanden) oder Krokodilhaut (wow!). No limits ist der richtige Begriff für diesen Hersteller.

Es tut mir leid, aber es ist unmöglich, in diesem Artikel alle kreativen Menschen mit einer Leidenschaft für Brillen zu beschreiben, die ich bei der Copenhagen Spec getroffen habe.

Vielleicht gibt es die Möglichkeit, sie genauer zu betrachten und vielleicht sogar außergewöhnliche Hersteller wie Mad in Italy, Charmant, Andy Wolf, Thinwood oder Blac zu besuchen und zu beschreiben.

Brillenmode schläft nicht

Beim Verlassen der Messe zog mich das einzigartige Lächeln von Sabitri aus der französischen Premium – Undergrade Manufaktur Parasite mit außergewöhnlich mutigen Designs von Brillenfassungen, Sonnenbrillen und zukunftsweisenden optischen Masken an. Perfekt gefertigte, futuristische Produkte. Ich weiß nicht, wann es üblich ist, eine solche optische Neuheit aufzulegen….. und ich weiß nicht, ob ich es überhaupt wissen will. Vielleicht kommt die Zeit, dieses Geheimnis zu lüften, den Hersteller zu treffen und ein kurzes Interview zu machen? Wer weiß? Bis nächstes Jahr!

 

Author

Ghosteye